28.03.2018: Hausaufgabe...

Eigentlich wollten wir diese Aufgabe schon vor zwei Jahren clickern. Da diese aber mal nicht so nebenbei zu erledigen ist und uns doofe Dinge dazwischen gekommen sind, haben wir uns dieser Aufgabe erst in diesem Winter angenommen ... und gelöst!

Die Aufgabe: der Hund löst eine einfache Aufgabe (hier: Badetierchen in eine Schüssel packen), "clickt" sich dafür selbst (betätigt Glocke) und holt sich dann selbsttätig seine Belohnung ab. Schwierig war hier insbesondere der Schritt, dass die "durch den Hund ausgelöste klingelnde Glocke" = Futterfreigabe ist. Ausserdem setzte Tüütchens Hirn beim Anblick/Gedanken, dass das Futter ja schon parat liegt, manchmal ein kleines bisschen aus :D. Na ja, und ein paar andere Fallstricke gab es auch noch, zum Beispiel kann hund ja die Glocke auch per Pfote zum Klingen bringen (war aber nicht erwünscht...) oder das Badetierchen direkt zur Glocke bringen und auf diese fallen lassen - sozusagen zwei Fliegen mit einer Klatsche :ugly:. Ich konnte mich bei dieser Aufgabe jedenfalls wunderbar in Toleranz und Verständnis üben und habe definitiv seither ein paar graue Haare mehr ...

 

25.03.2018: Longieren für Anfänger und Fortgeschrittene...

Dat Aivken, das aller erste Mal am Longierzirkel, abgeleitet aus der Pylonenarbeit und mit noch viel Hilfe, aber soooo toll gemacht...

Und mein gutes, altes Mädchen, freut sich so, immer noch mal alles geben zu dürfen ...

25.03.2018: "Platz!"

...klappt ... leidlich ...

... naja... oder eben auch (noch) nicht :hust:

 Ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und etwas schwierigere Positionen halten, lernt hund erst peu à peu...

... so mitten mang gefällter Bäume, wo einzelne Astreste noch unterm Bauch picksen...

... aber, gelernt ist gelernt und 's Kenzkind hält mal vorsichtshalber gleich Abstand :D

18.03.2018: Schaaaaafe...

Wir sind um eine Erfahrung reicher und ich weiß noch nicht, wohin die Reise uns führt. Geflasht von den vielen neuen Eindrücken und bemüht, das Gelernte sich setzen zu lassen, bin ich im Moment vor allem eins: platt! Dat Tüütchen, der Zwerg und ich haben heute Neuland betreten und waren - natürlich unter Anleitung - an Schafen (sbarlaussies.de)! Den Wunsch, mich diesem Thema zu nähern, hege ich ja schon etwas länger, schließlich teile ich mein Leben mit Hütehunden, und muss mich realistisch fragen, was kommt für uns nach dem Agility?

Begonnen hat das Wochenende aber erst einmal mit Besuch. Katja G. mit Aivys Mama Pearl und Schwester Keep reisten Samstagvormittag von Singen aus per Bahn an und ich habe das Abholen der „Bande“ mit einem Bahnhoftraining für Aivy verknüpft. Das wäre bis vor kurzem so nicht möglich gewesen, da für sie bereits schnelle und dicht an uns vorbeifahrende Autos ein Problem waren. Dieses haben wir mittlerweile ganz gut im Griff. Aivy ist zwar (noch nicht) entspannt,  orientiert sich aber brav an mir und kommt mit dem Reiz gut zurecht. So waren dann auch ein-, aus- oder schnell durchfahrende Züge kein echtes Problem. Beim anschließenden Spaziergang hatte das „junge Gemüse“ dann mächtig Spaß am gemeinsamen Rennen und Flitzen, die „Alten“ später im nachmittäglichen Agilitytraining und wir Zweibeiner am Klönen, Klönen, Klönen bis in den gar nicht so späten Abend. Tüütchens Junghundetoleranz war enorm, Keep durfte sogar bei ihr mit aufgelegtem Kopf Kontaktliegen und Sheela und Kenzie sind in gewohnter Manier den Lütten aus dem Weg gegangen. So war dann meine Wohnung für ein paar Stunden das Haus mit der bestimmt größten Hundedichte pro Quadratmeter im Ort. Sonntag früh dann eine Überraschung … Schneeeeee, und davon reichlich. So haben wir erst einmal den wahrscheinlich letzten Schneespaziergang des Winters unternommen und, wie sollte es anders sein, die Hunde hat‘s sehr gefreut. Ab mittags dann Training. Pearl, die über Hüteerfahrung verfügt und im täglichen Leben Laufenten hüten darf, legte vor, während ich ein wenig einleitende Literatur in die Hand gedrückt bekommen habe. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung in Trieb, Talent und Trainierbarkeit von Hütehunden und worauf ich anfangs mal als allererstes zu achten habe (nämlich, dass die Hunde die Schafe auf keinen Fall zum Fressen gerne haben dürfen), ging’s für uns dann los. Es ist jetzt aber nicht im Sinne dieses Blogs und für mich fachlich auch schlichtweg nicht möglich, alle Details unseres ersten Kontakts mit der „Arbeit“ an Schafen hier niederzuschreiben. Aber zusammenfassend kann ich sagen:

Aivy hat vor allen Dingen fürs Leben gelernt. Ihr sind ja „große“ Tiere sehr suspekt (Wildpark – ein Albtraum!) und ihr erster Kontakt auf dem Hof waren KÜHE und noch bevor sie die Schafe gesehen hat auch noch ein großer, fremder Hund! Und es hat in der Tat nicht lange gedauert, bis all dieses Getier für sie völlig okay war. DAS hat mich sehr glücklich gemacht. An den Schafen selbst hat sie sich sehr natürlich bewegt und großes Interesse gezeigt, wenngleich sie schon öfters mal den Drang dazu hatte, das Vierergrüppchen mal ordentlich aufzumischen…

Das Tüütchen, sooooo brav, kam in die Halle, hat die Schafe gesehen und ganz offensichtlich gedacht: „alles klar, Frauchen, du führst mich hier rein, die Schafe waren vor uns da und gehören hier dann wohl hin, also gehen die mich nichts an…“.  Es hat ein bisschen gedauert, bis sie verstanden hat, dass die Schafe durchaus durch sie bewegt werden dürfen. Mangels Erfahrung habe ich dann auch ein wenig zu viel Druck gemacht und – wider theoretischen Wissens – die Maus doch arg in den Gehorsam geholt, was sie dann auch in ihrem natürlichen Handeln blockiert hat. Aber der letzte Durchgang war dann doch sehr ruhig und Tattoo herrlich locker beim Umrunden der Schafe.

Und ich? Für mich war es in mehrerlei Hinsicht ein sehr lehrreiches Wochenende und ich bin sehr stolz auf meine beiden Bordermädels. Mir waren zwar viele Dinge im Hinblick auf das Instinktverhalten vom Hund und meinem Einfluss durch Körpersprache theoretisch durchaus klar, umsetzen konnte ich sie hingegen häufig erst einmal nicht. Und so habe ich mich mal wieder so gefühlt, wie sich wohl Agianfänger mit Anfängerhunden im Agitraining fühlen. Ich fühle zukünftig jedenfalls mal wieder mehr mit euch ;).

Und, @Katja, danke für deinen Besuch, den tollen kleinen Hund und die Organisation des Trainings! Auf ein baldiges Neues!

17.03.2018: Aivy an den Pylonen :)

Aivys 7. "Trainingseinheit" an Pylonen...

15.03.2018: Keinen einzigen Moment...

… lässt Sheela irgendeinen Zweifel daran aufkommen, dass sie noch was vom Leben will! Sie ist so unfassbar „normal“, alles, wie seit vielen Jahren, nur halt ein bisschen langsamer. Sie wartet morgens stets auf ihren Good-morning-Cookie, wälzt sich wonnig auf dem Vorleger, steht fürs Morgengassi als erste an der Tür, trabt die komplette Runde mit, sucht hier mal ein Stöckchen, dort mal ein Mäuschen, steht parat, wenn ich ins Büro gehen will, hüpft ins Auto und auch wieder raus, am Hundeplatz steht sie als erstes vor der Eingangstür, sucht sich gerne die sonnigsten Plätzchen zum Dösen, frisst ohne zu nörgeln, was ich ihr vorsetze und draußen gerne mal Dinge, die ich eher nicht so tolle find (und weiß das auch…). Sie „macht ihren Job“, mich überall hin zu begleiten, wie eh und je und manchmal, glaube ich, liest sie meine Gedanken und weiß, was ich (wir) als nächstes tue(n).


Natürlich habe ich mich auch, in Anbetracht der beiden schweren OPs und den nach wie vor vorhandenen Knoten auf der Leber und in der Milchleiste,  in den letzten eineinhalb Jahren sehr intensiv mit ihrem irgendwann unausweichlichen Tod auseinander gesetzt. Umso mehr macht mir dieser Gedanke aber gerade im Moment zu schaffen, weil sie zurzeit so unglaublich präsent und „wie immer“ ist.

Aber in wenigen Tagen jährt sich die Milz-OP und damit das gute Gefühl, ihr trotz schwerem Eingriff in vergleichsweise hohem Alter ein weiteres gutes Jahr ermöglicht zu haben. Geliebte Gready, genieße den Tag, jeden Tag, den Frühling, die Sonne, das Leben – ich tue es mit dir!

Gucken, wo ich denn bleibe...

... und Leckerchen abholen kommen - so wie immer:)