17.12.2015: In eigener Sache

Wer die „Alltagshunde“ oder mich bei Facebook sucht, wird dies vergeblich tun. Ich habe mich auch ganz bewusst gegen diese Art der (eigenen) Präsentation und „Kommunikation“ entschieden, weil ich diese „Daumen hoch/runter“ – Mentalität so nichtssagend (emp-)finde, weil das, was Sprache vermag im Stenostil der sozialen Netzwerke so verloren geht, weil so belanglose  Informationen in die Welt geblasen werden und eventuell wertvolle Infos so unsortiert und schlecht recherchierbar sind.  In diesem Zusammenhang fällt mir ein Zitat von PayPal-Mitbegründer Peter Thiel  ein, das ich neulich gelesen habe:  „We wanted flying cars, instead we got 140 characters”.  Und dass Mensch mit 140 Zeichen nicht wirklich fundierte Informationen weiter- oder gar Emotionen wiedergeben kann, versteht sich doch irgendwie von selbst. Da helfen auch keine Emoticons.

Ich gebe aber gerne zu, über ein kurzes Lebenszeichen meiner Liebsten mittels What’s App, auch mal mit Bildchen, freue ich mich schon. Und für kurzfristige Verschiebungen von Terminen mit großem Teilnehmerkreis sind solche Apps wirklich unschlagbar gut. Und ja, als nicht vollständig im virtuellen „sozialen“ Netzwerk vernetzt,  geht auch die eine oder andere Information an mir vorbei, gerade aktuell ein freigewordener Platz in einem Seminar, dass ich gerne besucht hätte. Aber wirklich wichtig, war dies nun auch nicht, weil ich mich ja eh schon mental darauf eingestellt hatte,  nicht teilnehmen zu können und nun auch nicht mit wehenden Fahnen und überbordender Hektik mein Wochenende wieder umplanen muss. Und überhaupt ist es meistens besser und sinnvoller, sich Informationen in Ruhe zu beschaffen und auch mal zu filtern, bevor Mensch auf irgendeinen eilig vorbeifahrenden Zug aufspringt…  aber  Schreiben, Lesen und manchmal auch Verstehen kosten Zeit!

Nun, ich will nicht behaupten, dass die Informationen auf dieser Homepage im vorgenannten Sinne wirklich wichtig wären und auch nicht, dass klassische Webseiten noch zeitgemäß sind. Auf den Hundeschulenseiten kann Mensch aber bestimmt das eine oder andere Wissenswerte rauslesen und in seinen Alltag mit Hund mitnehmen.  Auch kann er sich ein erstes Bild über mich, meinen Umgang mit Hunden und meine Auffassung zu ihrer „Erziehung“ machen, so er mir abnimmt, dass diese Außendarstellung auch meiner inneren Einstellung entspricht. Und er muss dies in Ruhe tun, weil es zu viel ist, um es mal eben auf die Schnelle zu lesen und teilweise auch zu komplex, um die mit vergleichsweise wenigen Worten beschriebenen Zusammenhänge zwischen Hundsein und dem Einfluss des sozialen Umfelds hierauf auf Anhieb  zu verstehen (insbesondere für noch unerfahrene Hundehalter).

Anders verhält es sich mit diesem Blog. Dieser erzählt eher ein wenig und recht kurz gefasst  von den kleinen Alltäglichkeiten beim Zusammenleben von Mensch und Hund und der  Informationsgehalt ist tatsächlich nicht sehr hoch. Trotzdem weiß ich aus den (hinterlegten) Statistiken, dass er gelesen wird, leider allerdings nicht von wem und ob er denn überhaupt gefällt. Ich bin aber von Natur aus neugierig, und, falls Sie bis hierher gelesen haben, wüsste ich irgendwie gerne, ob sich die Mühe, mehr als 140 Zeichen für einen Beitrag zu verwenden, überhaupt lohnt. Vielleicht hat ja der eine oder andere Leser zwischen den Jahren mal ein wenig Zeit für ein kurzes (oder auch längeres) Feedback mittels Gästebucheintrag, eMail oder  gerne auch persönlich….?

In diesem Sinne wünsche ich all meinen Kunden, Freunden und den Lesern dieses Blogs eine geruhsame Weihnachtszeit!