20.10.2017: Fast ein Jahr nach Kastra...

Was habe ich gezittert, was habe ich gebangt... vor fast genau einem Jahr wurde mein gutes, altes Mädchen kastriert und was ist mir die Entscheidung schwer gefallen! Heute kann ich verkünden, die Maus hat ihr ach so wunderbares weiches Fell behalten, hat nicht ein Gramm zugenommen, ist nicht inkontinent und hat noch massig Lebensfreude. Ich würde diesen Schritt (unter den damaligen Voraussetzungen) jederzeit wieder gehen, und den der kurz darauffolgenden Milz-OP auch, glaube aber nicht, dass ich ihr heute, beim erneuten "Aufploppen" eines Tumors eine weitere OP zumuten würde. Die Maus hat ja nachweislich mindestens einen weiteren Tumor auf der Leber, und ich werde oft gefragt, wie ich mit dieser Tatsache umgehe. Sie hat übrigens auch schon seit längerem einen kleinen Knoten in der Milchleiste, einen im Muskelgewebe im Lendenbereich und ein vermutliches Lipom im Bereich der Rippen. All diese Knötchen und Umfangsvermehrungen kann ich durch Tasten gut im Blick behalten, den auf der Leber leider nicht. Der kann, wenn überhaupt und nicht durch den Magen überlagert, nur im Ultraschall beobachtet werden und dann? Würde ich diesem, im Moment so fröhlichen und ausgeglichenen Hund, die Entfernung eines Leberlappens mit allen und sicherlich nicht mehr so einfach wegzusteckenden Konsequenzen zumuten? Oder entscheide ich mich fürs Leben im Jetzt und Hier und lasse sie jedes Quäntchen Glück genießen, solange es halt geht...? Die Frage ist in der Tat mittlerweile rhetorisch, wir leben den Augenblick und damit leben wir im Moment sehr, sehr gut!