15.07.2019: Eigentlich...

... wollten wir uns einen geruhsamen Sonntag machen, uns nachmittags mit ein paar Freunden auf dem Hupla treffen und den Senioren ein wenig Gammeln in der Sonne gönnen. Und eigentlich wollte ich mit Aivy ein bisschen BH- und Wippentraining machen und mit Tattoo ein paar Übungen der RO-Klasse 2 trainieren.

Tja, eigentlich, es kam, mal wieder, anders und unsere Negativserie der notfallmäßigen Tierarztbesuche reißt nicht ab.

Kenzie hatte morgens ein bisschen gespuckt, macht sie, die Kleinnager und Fallobst gerne mal verspeist, öfter und somit stellte dies für mich kein Grund zur Sorge dar. Auffällig war lediglich, dass sie unsere Wendeltreppe nicht flüssig wie sonst runter gegangen, sondern eher runtergehoppelt ist. Diese Treppe ist eigentlich ein guter Gradmesser für das Befinden meiner Mädels. Aber, Morgengassi war okay, die Maus hat mit Appetit gefrühstückt und die Treppe ging auch wieder besser. Allerdings fand Kenzie iwie nicht ihre Liegeposition, streckte sich oft, entlastete den Bauch durch häufige Vorderhandtiefstellung. Das änderte sich auch nicht nach der Mittagsrunde am Hundeplatz und ihr Bäuchlein war mittlerweile prall wie eine Waschmaschinentrommel. Also ab zur Tierklinik meiner ersten Wahl nach Hofheim...

Ich wollte uns telefonisch anmelden, bekam vom Anrufbeantworter aber nur zu hören, dass man grundsätzlich im Notdienst keine Anrufe mehr entgegen nähme, aber man sei da und man könne mit seinem Tier einfach vorbei kommen. Mit allen Mädels, Pia und ihrem Krümmel im Gepäck sind wir also los nach Hofheim um dort gleich als erstes zu erfahren, dass wir mit viereinhalb (!) Stunden Wartezeit rechnen müssten. Bitteschön, wie viel??? DAS hätte ich gerne am Telefon erfahren und nicht erst bei Ankunft, ich hätte mich dann wahrscheinlich für eine nähere, wenngleich nur Klinik zweiter Wahl entschieden. Nein, so was geht meiner Meinung nach gar nicht...

Nach mehreren Telefonaten und einigem hin und her (Kenzie hatte mittlerweile ihr gesamtes Frühstück erbrochen) sind wir dann in der kleinen Tierklinik in Frankfurt Bockenheim gelandet und ich war sehr, sehr froh, dass dort nach dem Röntgen a) eine Pyometra und b) ein Darmverschluss mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden konnten. Allerdings zeigte sich eine massive Verstopfung, woher auch immer, und so bekam das Kenzkind einen ordentlichen Einlauf:) - und nach dem dann prompt folgenden Lösen ging es der Maus auch wieder deutlich besser.

Wir nehmen dann gerne mal wieder ein paar Däumchen, dass es das nun gewesen war und nicht noch was Unerwartetes nachfolgt. Unsere kleine Hausapotheke ist jedenfalls mal wieder um zwei Mittelchen größer geworden...