04.06.2015: Laufen gegen den Kopf

Ich hätte tatsächlich heulen können kurz vor (und nach) meinem ersten Lauf nach dem Sturz, dem Bruch, der OP und der fünfeinhalbwöchigen Trainingspause - so sehr hat mich die Situation gestresst! Trotz massiver Anlaufschwierigkeiten, aber mit Hilfe von viel gutem Zuspruch meiner Teamkollegen, bin ich zum zweiten Qualifikationslauf zur Deutschen Vereinsmeisterschaft Agility angetreten und in erster Linie "gegen meinen Kopf" gelaufen! Los ging es mit dem Jumping, ich war erwartungsgemäß sehr unsicher und entsprechend miserabel war unser Lauf. Aber, ich habe ihn besiegt, diesen inneren Schweinehund, der mahnend bis panisch den Finger hob, doch irgendwann ist schließlich immer das erste Mal danach... Der A-Lauf verlief schon viel besser, auch wenn ich, mental noch immer etwas geschwächt, an entscheidener Stelle das Stellen vergessen und Tattoo im falschen Tunnelloch "versenkt" habe. Der Maus war's egal, sie war sehr gut drauf, auch wenn sie etwas öfter als sonst hinterfragt hat, naja, eigentlich hinterfragen musste! Aber ich konnte wieder LAUFEN und habe kurz vor Schluss einen schnellen Franzosen geschafft, wo ich mich beim Abgehen eigentlich für die "Warmduschervariante" (ein "weg!") entschieden hatte! Das Open fühlte sich dann schon wieder richtig gut an, auch wenn wir am Slalom eine kleine Unsicherheit hatten, die uns einen Fehler und Zeit gekostet hat. Wen wundert's nach so langer Pause? Für unseren SECCO'Xpress lief es heute leider insgesamt nicht so optimal, wobei dies sicher nicht nur an den teils recht anspruchsvollen Parcours von Michael Schilling lag. Vielleicht am Wetter...? Apropos SECCO(s), habe ich mich doch tatsächlich am Dienstagabend beim netten Gespräch mit Hundeleuten fast zufällig dabei ertappt, wieder mit der rechten Hand ein Getränk halten und auch trinken zu können! Es war übrigens ein Secco-DöschenZwinkernd