27.05.2015: Vier Wochen Post OP

Die gipsartige und klobige Unterarmcastschiene ist ab, Gutgehen ist allerdings anders! Die anzunehmende wiedergewonnene Bewegungsfreiheit relatviert sich durch Schmerzen und starke Schwellung im Handgelenk und Muskeln, Bänder, Sehnen, die ihren Aufgaben, nach langer Ruhigstellung, noch nicht wieder gewachsen sind. Der Bruch ist noch nicht völlig ausgeheilt, Knochen, Knorpel und Gelenke liegen aber gemäß Röntgenaufnahme alle da, wo sie hingehören. Nun also mache ich brav Krankengymnastik, bei der Physiotherapeutin und auch im realen Leben. Clicker und PC-Maus werden wieder rechts bedient, die Zahnbürste kann zumindest wieder rechts gehalten und leicht zugedrehte Schraubverschlüsse wieder geöffnet werden. Lenken geht, Schalten auch, aber mitunter etwas ruckelig. Gar noch nicht gehen Rotation und Kippen aus dem Handgelenk heraus, Zug und Druck müssen tunlichst vermieden werden und mein Doc ermahnte mich, auf gar keinen Fall die Hunde mit rechts an der Leine zu führen (Karabiner gehen übrigens auch nur sehr schwer zu betätigen)! Nun also tasten wir uns wieder in den normalen Alltag zurück und ich bin gespannt, wann ich da angekommen werde. Übrigens: ein häufiger Grund für (plötzliche) Aggressivität bei Hunden sind ja bekanntlich Schmerzen. Das kann ich tatsächlich nur allzu gut nachvollziehen, neige ich im Moment doch dazu, ausgesprochen schnell ungehalten und ein bisschen ungerecht gegenüber meinen Mädels zu reagieren, wenn mal etwas nicht auf Anhieb klappt (Anleinen mit Karabiner zum Beispiel, wenn die Mädels nicht ruhig stehen). Ich arbeite selbstverständlich daran!

PS: die "Rettungsfahrt" im DRK-Einsatzfahrzeug hat übrigens schlappe € 597,- gekostet...

25.05.2015: ROKOs 6. "Just for fun" -Agilityturnier...

... und ich war erstmalig nicht als Starter dabei. Seit sechs Jahren ist "unser" Funturnier nun schon fast Tradition, damals, im Mai 2010 hatte Kenzie ihren allerersten Turnierstart, der mich noch heute zum Lächeln bringt, weils Kenzkind wie ein Brummkreisel durch den A0-Parcours rotierte. Erst drei Jahre später, 2013, konnten wir dann erstmalig die Kombiwertung (A2) gewinnen, bis dahin hatten wir in mindestens einem Lauf ein DIS. 2014 hatte dann Taddy hier ihren ersten Turnierstart, natürlich auch erst einmal in der A0, aber genau für diese ersten Turniererfahrungen sind solche Funturniere, die ja offiziell nur noch "Training unter Wettkampfbedingungen" heißen sollten (wo bleibt der Spaß???), eigentlich gedacht. Heute nun war ich als Richterin der insgesamt fast 100 Läufe dabei, und es hat viel Spaß gemacht, auch wenn es in Anbetracht meiner lädierten Hand sehr anstrengend war! In den Anfängerklassen waren mir gut zu führende Linien und die Möglichkeit, die Kontaktzonen zu bestätigen oder auch zu korrigieren, wichtiger, als allzu anspruchsvolle Parcours. Kenzie durfte übrigens wieder dabei sein. Geführt von Martina R., die mir 2009, als ich keinen Hund im aktiven Sport hatte, ihren Ronny für die Teilnahme an Seminaren überlassen hat, haben die zwei sehr souverän die A/J2-Einzel- und Kombiwertungen gewonnen (auch wenn's Kenzkind arg oft zu mir rüber geschielt hat).

22.05.2015: "Preis" - Frage

Sonntagsmittag, 25 (!) Minuten, 14 km Fahrt im DRK-Rettungswagen ohne medizinische Versorgung oder Medikation kosten...??? Wer am nächsten dran ist, gewinnt ein Secco-DöschenZwinkernd

20.05.2015: zwei "linke" Hände, Tomaten und Mozarella

Seit ein paar Tagen "tut" meine rechte Hand tatsächlich wieder ein bisschen (mehr als nur wehtun) und erledigt einfache Zu- und Hilfsarbeiten für die linke Hand, die de facto momentan die Hauptarbeit stemmt. So darf "rechts" jetzt all die Dinge mache, die üblicherweise ansonsten der linken Hand vorbehalten sind, wie Betätigen der "STRG"-Taste, Gegenhalten beim Haare klammern oder Ohrstecker stecken, Joghurtbecher auskratzen und vieles mehr, wo Mensch mit zwei funktionierenden Händen überhaupt nicht drüber nachdenkt. Ich will nicht meckern, und wenn, auf hohem Niveau, weil wirklich erstaunlich viel leist- und schaffbar ist, auch wenn ich teilweise nach der Morgentoilette schon schlags kaputt und etwas entnervt bin... wir trainieren aber artig weiter die Muskulatur und Feinmotorik der rechten Hand, die beste Gymnastik "schreibt" da ja bekanntlich das Leben, und hoffen, dass die Unterarmcastschiene, hart wie Gips, bald der Vergangenheit angehört. Solange ernähre ich mich halt weiter von einfachst zuzubereitenden und ohne groß zu schneidenden Dingen wie Cocktailtomaten und Minimozzarellakugeln, die mir zwar permanent von der links gehaltenen Gabel rollen und längst aus den Ohren herauskommen, aber wenigstens nicht dick machen. So what, es hätte auch viel schlimmer kommen können, so aber tun beide Beine, Kopf und ein Arm ihren Dienst und wir können uns wenigstens konditionell und mental fit halten (hoffe ich, die DVM wartet schließlich nicht...)

05.05.2015: Alltagshunde ;)

Ich bin, in zweierlei Hinsicht, sooo froh, dass ich sie habe! So füllen sie meinen im Moment stark "ausgebremsten" Alltag mit Freude, Kurzweil und Zuneigung und zusammen ist man halt einfach weniger alleinZwinkernd. Anderseits bin ich auch sehr froh darüber, dass die Mädels so alltagstauglich sind und wir, trotz meines erheblichen Handicaps, unseren Alltag fast normal weiterführen können. Da wird nicht gemault, gemotzt oder Randale gemacht, obwohl die tägliche Beschäftigung seit über einer Woche fast „nur“ aus Spazierengehen auf den immer gleichen Wegen besteht. Ich bin froh, dass wir überhaupt so gehen können, ohne dass auf dem Weg ins Feld an der Leine gezerrt oder geroppt wird. Ich bin froh, dass der Grundgehorsam so gut ist, dass die Mädels ungehindert im Freilauf flitzen können, wobei sie das im Moment kaum tun – sie achten sehr aufmerksam auf mich, als wüssten sie, dass ich nicht so kann, wie ich gerne möchte! Ich bin froh, dass sie so gut alleine bleiben können und sich so problemlos fremdbetreuen lassen. Und dass sie so geduldig sind bis ich morgens fertig fürs Gassigehen bin, das Futter gerichtet habe oder beim Herausdrehen von (gut zugänglichen) Zecken. Mit nur einer intakten Hand und das auch noch der linken, dauert einfach alles, so ich es überhaupt alleine machen kann, unglaublich lange! Sehr, sehr froh bin ich übrigens auch über das tolle, gut funktionierende und vor allen Dingen reale soziale Netzwerk, das mich so gut „aufgefangen“ hat und unterstützt bei all den Dingen, die derzeit alleine definitiv gar nicht gehen (Autofahren und somit alles, was damit zu tun hat, aber auch zum Beispiel Haare waschenStirnrunzelnd). DANKE EUCH! Gruppen- und Einzelstunden finden übrigens, sofern ich nicht fahren muss, nach Absprache wieder statt!

27.04.2015: Man muss das Leben eben nehmen...

... wie das Leben eben ist  (Juliane Werding) und so polterte und stolperte ich gestern beim Longieren so unglücklich, dass mein Handgelenk nun leider gebrochen istWeinend. Ich nehme dann mal eine unfreiwillige Auszeit und hoffe, bald wieder auf dem Damm zu sein! Über ausfallende Kurse und Trainings informiere ich separat per eMail!